Kinderarztpraxis.
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News

Kochen fürs Herz – Das neue Kochbuch der Herzstiftung

Kochen ist pure Leidenschaft für die einen. Für manch anderen ist es ein täglicher Balanceakt: Mal fehlt die nötige Zeit, mal das passende Rezept – vor allem, wenn man ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Essen auftischen möchte. Und schmecken soll es ja auch. Die herzgesunde mediterrane Küche zeigt eindrucksvoll, wie leicht sich leckere und gesunde Gerichte auf den Teller bringen lassen. „Wer herzgesund kocht, muss nicht verzichten, sondern darf genießen“, weiß Sterne- und Fernsehkoch Christian Henze. „Die mediterrane Küche zeigt uns, wie das geht: Frischer Fisch liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren, knackiges Gemüse, aromatische Kräuter und frisches Obst bringen Farbe und Vitamine auf den Teller. Fleisch? Gerne, aber in kleinen Portionen. Salz? Nur so viel wie nötig – den Rest erledigen Zitrone, Knoblauch, Olivenöl und eine Handvoll Gewürze“, erklärt der bekannte TV-Koch aus Kempten. 

Exklusiv für die Deutsche Herzstiftung hat Christian Henze mit „Kochen fürs Herz“ ein neues Kochbuch mit 80 leckeren Rezepten für Herzpatientinnen und Herzpatienten sowie alle Liebhaber der Mittelmeerküche konzipiert. Wer ganz neu in das Thema herzgesunde mediterrane Ernährung einsteigen möchte, findet in dem neuen Kochbuch den idealen Zugang zu dieser abwechslungsreichen und genussvollen Ernährungsweise. Neben den Rezepten – begleitet von den Fotos eines renommierten Food-Fotografen – gibt Henze viele hilfreiche Tipps zu einzelnen Rezepten und Zutaten. „Das Kochbuch ist so konzipiert, dass jedes Rezept alltagstauglich und schnell umsetzbar ist – voll mit Ideen, die den Gaumen kitzeln und das Herz stärken“, versichert Henze. Mehr Infos zum neuen Kochbuch unter https://herzstiftung.de/kochbuch 

Herzmedizin trifft mediterrane Küche  Dass Kochen fürs Herz auch der Seele guttut, ist das Credo von Henze und seinen wissenschaftlichen Begleitern aus dem Beirat der Deutschen Herzstiftung. So verbindet „Kochen fürs Herz“ die mediterrane Küche mit einer insgesamt gesunden Lebensweise. Im wissenschaftlichen Ratgeber-Teil des Kochbuchs regen in den Kapiteln „Ernährung“ und „Bewegung“ die Kardiologen Professor Dr. Daniel Dürschmied und Priv.-Doz. Dr. Kathrin Weidner von der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) sowie Professor Dr. Martin Halle, Sportkardiologe am TUM Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM), zu einer mediterranen Ernährung an, die nicht beim Essen aufhört, sondern auch den Bewegungsaspekt und das soziale Erlebnis beim gemeinsamen Kochen miteinbezieht. Die drei Kardiologen liefern fundierte Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Bewegung und Herzgesundheit und geben praktische Tipps für eine herzfreundliche Lebensweise, bevor sich im Rezepte-Teil die mediterrane Küche in ihrer ganzen Vielfalt darbietet. 

Kochen fürs Herz – und für die Seele In 80 Rezepten – unterteilt nach Gerichten mit Schwerpunkt auf Pasta, Gemüse, Fisch, Fleisch, Suppen, Bowls/Salate, Sandwiches/Snacks und Desserts – wird schnell klar: Wer vegetarisch oder vegan essen möchte, kommt in Henzes Kochbuch für die Herzstiftung ebenso gut auf seine Kosten wie Fleisch- und Fischgenießer. Das geht los mit „Pasta Perfetta“: Cremige Tagliatelle mit Pilzen oder Linguine mit Avocado und Ziegenkäse, und weiter mit „Gemüse – Kreativ & voller Geschmack“ mit geröstetem Fenchel „1001 Nacht“ mit Hummuscreme oder Spicy Bohnen mit Mango. „Meer des Guten“ bieten beispielsweise kross gebratener Wolfsbarsch mit Spargel und Püree oder das peruanische Gericht Ceviche mit Bohnen, heißem Olivenöl und Pistazien. Wer hingegen „Fleisch – auf den Punkt gebracht“ möchte, probiert das Zitronenhähnchen mit Meerrettich und Rucola oder Gebratene Salsiccia mit mediterranem Gemüse. „Löffelweise Glück“ verspricht der Sternekoch mit seiner Eigenkreation „Henze’s Suppe mit Sauce Rouille“ oder er überrascht mit unerwarteten Geschmacksvarianten in der Meerrettichsuppe mit Apfel und Vanille oder Mango in kalter Gurkensuppe. Mit „Bowl-Power & Salatliebe“ belohnen, etwa für die Mittagspause zwischendurch, ein lauwarmer Schmorgurkensalat mit Ingwer und Tofusensation oder die Nizzabowl mit Thunfisch und Burrata. Ebenso praktisch, wenn es mal schneller gehen muss oder hungrige Kindermägen drängeln, die leckeren „Sandwiches & Snacks“, darunter das Schinkensandwich mit Avocado oder für Fans von mehr Würze Bresaola-Tramezzini mit Chilli-Ei. Wer sein Menü mit einer der „süßen Sünden“ – schokoladig bis fruchtig – aus dem Dessert-Repertoire des Sternekochs krönen will, muss sich nach einer leckeren Mandeltiramisu oder Stracciatellacreme nach Henzes eigener Rezeptur auf den Ruf nach Nachschlag gefasst machen. Mediterraner Genuss auf jeder Seite! 

Kochen fürs Herz: weit mehr als eine Ernährungsform  Die mediterrane Küche zeigt: Gesunde Ernährung muss keine fade Kost sein, sondern es geht auch abwechslungsreich und geschmackvoll. Das erleichtert den Einstieg in eine gesunde Lebensweise mit ihren präventiven Vorteilen für die Herzgesundheit (1). „Wer sich konsequent mediterran ernährt mit viel frischem Gemüse, Obst, gesunden Fetten und Ballaststoffen – am besten schon im Kindesalter – kann sein Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch für andere chronische Leiden wie Krebs und Diabetes senken“, bestätigen die Herzspezialisten der UMM Prof. Dürschmied und PD Weidner.

„Kochen fürs Herz“ ist weit mehr als eine Ernährungsform – auch wenn gesunde und nahrhafte Komponenten wie Hülsenfrüchte („kleine Kraftpakete“), viel Obst und Gemüse, Superfoods wie Leinsamen oder Kürbiskerne, frische Kräuter und eher Fisch als Fleisch wegen der Omega-3-Fettsäuren („für Herz und Hirn“) enthalten sind. „Lebensstilaspekte wie regelmäßige Bewegung und das soziale Ereignis beim gemeinsamen Kochen spielen ebenso eine wichtige Rolle“, sagt der Sportkardiologe der TU München Prof. Halle und betont: „Bewegung und Ernährung gehören zusammen.“ Neben ihren positiven Effekten für den Herzmuskel und die Gefäßelastizität unterstütze Bewegung nach dem Essen den Körper dabei, die aufgenommene Energie besser zu verwerten. „Nicht verbrannte Energie – etwa durch Sport – begünstigt das Entstehen von Bauchfett, das sich um die inneren Organe legt und als besonders gesundheitsgefährdend gilt. Dieses viszerale Fett erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere Stoffwechselstörungen“, erklärt Prof. Halle. „Ein gemeinsamer Spaziergang nach dem Essen kann schon ein erster Schritt für mehr regelmäßige Bewegung sein.“  

Einig sind sich Sternekoch Henze und die kardiologischen Experten aus dem Beirat der Herzstiftung besonders darin: Kochen fürs Herz soll auch Spaß machen, ob allein, mit der Familie oder mit Freunden – Hauptsache, es wird gelacht, probiert und genossen.

Fischalternativen mit Algen als Jodquelle?

Immer mehr Menschen greifen zu pflanzlichen Fischalternativen. Einige enthalten Algen – eine natürliche Quelle für Jod. Sie können einen Beitrag zur Jodversorgung leisten. Zu hohe Jodmengen können jedoch die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Wie viel Jod steckt in den pflanzlichen Alternativen? Das wollten die Verbraucherzentralen wissen und ließen sechs vegane Fischersatzprodukte im Labor untersuchen. Das Ergebnis: Fünf Produkte enthielten nennenswerte Jodmengen – erkennen können dies Verbraucher:innen jedoch nicht.

Jodversorgung in Deutschland unzureichend Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Zufuhr von 150 Mikrogramm Jod pro Tag. Denn Jod ist wichtig für die Funktion der Schilddrüse, die zahlreiche Stoffwechselprozesse reguliert. Viele Menschen erreichen diesen Wert nicht. Seefische und andere Meeresfrüchte können einen wichtigen Beitrag zur Jodversorgung leisten. Während Kabeljau und Seelachs etwa 120 bis 275 Mikrogramm pro 100 Gramm liefern, sind es bei Hering, Lachs und Thunfisch 35 bis 60 Mikrogramm. Da viele Fischbestände bedroht sind, weichen immer mehr Menschen auf pflanzliche Ersatzprodukte aus.

Algenprodukte können zur Jodversorgung beitragen Die Verbraucherzentralen haben den Jodgehalt von sechs algenhaltigen veganen Ersatzprodukten für Fisch und Meeresfrüchte untersucht. Mit dabei waren pflanzliche Alternativen zu Thunfisch, Räucherlachs und Kaviar. Ein Produkt enthielt keine nennenswerten Jodmengen: Der Jodgehalt lag unter der Bestimmungsgrenze von 10 Mikrogramm pro 100 Gramm. In den anderen Produkten ermittelte das beauftragte Labor Werte zwischen 29 und 226 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm. Damit enthielten fünf der sechs getesteten Produkte relevante Jodmengen, drei davon sogar so viel, dass sie als jodreich (mehr als 45 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm) gelten. Sie können damit einen Beitrag zur Jodzufuhr leisten.

Das Produkt mit dem höchsten Jodgehalt war eine pflanzliche Thunfischalternative in der Dose. „Die 140-Gramm-Dose lieferte rund 316 Mikrogramm Jod“, erklärt Frank Waskow, der Verbraucherzentrale NRW „das ist mehr als die empfohlene Tageszufuhr.“ Zum Vergleich enthalten 140 Gramm Thunfisch in der Konserve mit 21 bis 28 Mikrogramm Jod deutlich weniger Jod. Dass einzelne vegane Ersatzprodukte auch hohe Mengen Jod enthalten können, ist sicher nicht allen Verbraucher:innen klar. Hohe Jodgehalte können dann kritisch für die Schilddrüsenfunktion werden, wenn dauerhaft zu viel Jod aufgenommen wird. Die empfohlene maximale Aufnahmemenge liegt bei 600 Mikrogramm Jod pro Tag – aus allen Quellen zusammen, etwa jodiertem Speisesalz, Fisch, Nahrungsergänzungsmitteln und eben auch Algenprodukten.

Verbraucher:innen können Jodgehalt nicht erkennen Ob ein Produkt Algen enthält, sehen Verbraucher:innen in der Zutatenliste. Der Jodgehalt lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Denn der hängt von der Art und Menge der verwendeten Alge sowie natürlichen Schwankungen ab. Die Kennzeichnung des Jodgehalts ist nur erforderlich, wenn mit Jod geworben wird oder der Gehalt über 2.000 Mikrogramm pro 100 Gramm Trockenmasse liegt. Beides traf auf die getesteten Produkte nicht zu. Dennoch kann der Verzehr üblicher Portionsgrößen, wie im Fall der Thunfischalternative, zu hohen Jodaufnahmen führen, ohne dass Verbraucher:innen dies erkennen können.

Den Jodbedarf decken Die beste Basis für eine ausreichende Jodversorgung bleibt eine abwechslungsreiche Ernährung, in der auch algenhaltige Fischersatzprodukte ihren Platz haben dürfen. Wichtiger noch ist die konsequente Verwendung von Jodsalz anstelle von nichtjodiertem Speisesalz sowie die Bevorzugung von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln.

Hohe Antibiotikakonzentrationen in Gewässern nachgewiesen

Antibiotikaresistenzen entwickeln sich zu einer der gravierendsten Bedrohungen für die medizinische Versorgung und führen weltweit zu einer hohen Zahl an vorzeitigen Todesfällen. Um dieser Entwicklung frühzeitig und systematisch zu begegnen, initiierte die AOK-Gemeinschaft 2020 unter Führung der AOK Baden-Württemberg eine Studie zur ökologischen Nachhaltigkeit in der Antibiotikaversorgung in Kooperation mit dem IWW Institut für Wasserforschung und dem Umweltbundesamt. Nachdem erste Ergebnisse 2023 präsentiert wurden, legen die Projektpartner nun ein aktualisiertes Policy Paper vor. "Die Ergebnisse aus fünf Jahren Forschungsarbeit zeichnen ein klares Bild: In jeder zweiten untersuchten Produktionsstätte wurden Antibiotikabelastungen nachgewiesen, die Resistenzbildung begünstigen. Das zeigt eindeutig, wie dringend wir handeln müssen - und dass politische Entscheidungsprozesse dieses Thema nicht länger ausklammern dürfen", fordert Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Als bundesweite Verhandlungsführerin für die Arzneimittelrabattverträge der AOK-Gemeinschaft implementierte die AOK Baden-Württemberg 2020 erstmals ein optionales Nachhaltigkeitskriterium in die Ausschreibung für Antibiotika, um Anreize für deren umweltgerechte Produktion zu schaffen. So können pharmazeutische Unternehmen bei der Vergabe einen Bonus auf ihr Angebot erhalten, wenn sie sich freiwillig verpflichten, wirkungsbasierte Maximalkonzentrationen im Produktionsabwasser einzuhalten. Die Einhaltung wird durch die Entnahme und Analyse von Proben bei den Wirkstoffherstellern vor Ort durch Expertinnen und Experten des IWW vorgenommen. Im Auftrag der AOK-Gemeinschaft wurden bis heute an über 22 Standorten in China, Indien und Europa, Messungen durchgeführt und Wasserproben auf die im Abwasser enthaltenen Antibiotika-Konzentrationen geprüft. Zudem wurden Gewässerproben der durch die Produktionsstätten beeinflussten Umwelt auf Antibiotika untersucht sowie oberflächlicher, auf dem Werksgelände kontaminierter Geländeabfluss, in die Analyse einbezogen. "Eine verlässliche Arzneimittelversorgung gelingt langfristig nur, wenn wir wirtschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung konsequent zusammendenken. Als Gesellschaft stehen wir hier gemeinsam in der Pflicht - und wir müssen dieser Verantwortung endlich gerecht werden", betont Bauernfeind.

Im Produktionsabwasser wurde die höchste Konzentration bei Levofloxacin gemessen. Der Messwert von > 600 Mikrogramm pro Liter überschritt den vertraglich vereinbarten Schwellenwert um mehr als das 2.500-fache. Auch andere Überschreitungen in Produktionsabwässern lagen zum Teil in Größenordnungen von mehreren Tausendfachen der Schwellenwerte. Auch die unmittelbare Umwelt ist mit hohen Antibiotikakonzentrationen belastet. Insgesamt wurden von den Prüferinnen und Prüfern 26 verschiedene Antibiotika in Umweltproben festgestellt. Von den insgesamt 14 beprobten Gewässern, wiesen nur 4 keine besorgniserregende Antibiotikakonzentration auf. Die höchste Überschreitung in allen Proben bisher, wurde in einem Oberflächenabfluss beim Antibiotikum Clindamycin festgestellt. Die unabhängigen Prüferinnen und Prüfer konnten hier eine Konzentration von ca. 180000 Mikrogramm pro Liter feststellen. Die Konzentration überschritt den vorgegebenen Schwellenwert von 0,4 Mikrogramm pro Liter damit um mehr als das 4.500.000-fache (!).

"Der Nachweis teils hoher Antibiotikakonzentrationen in Gewässern, die durch Produktionsstätten beeinflusst sind - einschließlich oberflächlich ablaufenden Regenwassers, die direkt in die Umwelt führen - ist höchst besorgniserregend. In einigen Fällen fließen diese Gewässer durch Weideflächen und Wohngebiete. Das hat direkte Auswirkungen auf Mensch und Natur", ordnet Bauernfeind die Studienergebnisse ein. Allerdings zeige sich im Untersuchungszeitraum auch der positive Effekt der Forschungsarbeit: "Durch die Probenentnahmen und den direkten Austausch mit den Vertretern des IWW vor Ort konnte das Wissen über die umweltkritischen sowie gesundheitsgefährdenden Auswirkungen der Produktion nachweislich erweitert werden. In einigen Regionen hat dies bereits dazu geführt, dass Produktionsabwasser besser aufbereitet wird. Zudem beobachten wir, dass Hersteller zunehmend voneinander lernen und Verbesserungen in weiteren Werken umgesetzt werden."

Eigenerklärung führen nicht zum Ziel

Bauernfeind fordert als Rückschluss auf die Studienergebnisse eine größere europäische Kraftanstrengung: "Wer Antibiotikaresistenzen ernsthaft bekämpfen will, muss an der Wurzel ansetzen. Dafür brauchen wir verbindliche regulatorische Vorgaben - und zwar auf europäischer Ebene, damit der gesamte europäische Markt Gewicht entfalten kann. Nur so lassen sich die Risiken für Umwelt und Gesundheit spürbar reduzieren." Zielführend seien verpflichtende Umweltkriterien in der Arzneimittelversorgung - sowohl für den Erhalt einer Zulassung als auch für die laufende Produktion. Zudem brauche es europaweit einheitliche Kontrollsysteme. Hersteller müssten verpflichtet werden, ihre Wirkstoffproduktion einer unabhängigen Kontrolle zu unterziehen und entsprechende Audit- und Zertifizierungsnachweise vorzulegen. "Eigenerklärungen führen nicht zum Ziel. Die Studie zeigt deutlich, dass viele Wirkstoffhersteller ihre Situation falsch einschätzen. Trotz vertraglich vereinbarter Messungen wurden teilweise gravierende Überschreitungen der zulässigen Wirkstoffwerte festgestellt - und das bei freiwilliger Teilnahme. Wahrscheinlich sehen wir nur einen Bruchteil des tatsächlichen Problems", hebt Bauernfeind hervor.

Als Schritt in die richtige Richtung bewertet Bauernfeind das EU-Pharma-Paket, welches einige Akzente im Kampf gegen Antibiotikaresistenz setze. Es reiche jedoch nicht, um die Ursache wirklich anzugehen - weder bei den europaweiten Lieferengpässen noch beim Thema der ökologischen Nachhaltigkeit: "Wir brauchen verbindlichere Vorgaben. Dazu gehören umfassende Transparenz über das Liefergeschehen durch ein umfassendes Frühwarnsystem sowie verpflichtende Umweltkriterien und klare Prüfmechanismen."

05.01.2026 DGA | Quelle: AOK Baden-Württemberg (news aktuell)

Gesünder ins neue Jahr starten

Mehr Bewegung, bewusster Medienkonsum, weniger Alkohol, mit dem Rauchen aufhören– gute Vorsätze, die bei vielen zum Jahreswechsel auf der To-Do-Liste stehen. Damit es auch klappt mit der Umsetzung, hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ein paar Tipps für Sie.

1. Mehr Bewegung Bewegung und Sport sind entscheidend für ein gesundes Leben. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit vorbeugen, Stress abbauen, das Immunsystem stärken und die psychische Gesundheit verbessern.
Sie möchten mehr in Bewegung kommen und etwas für Ihre Gesundheit tun? Aber Sie wissen noch nicht, wie Sie anfangen sollen?
• Der Bewegungsfinder des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie erfahren, welcher Bewegungstyp Sie sind und bekommen passende Vorschläge. https://www.uebergewicht-vorbeugen.de/bewegungstypentest/

Weitere Informationen zum Thema: https://shop.bioeg.de/themen/bewegung/

2. Medienkonsum reduzieren Ein hoher Medienkonsum kann Körper, Psyche und soziale Beziehungen belasten: Bewegung kommt zu kurz, der Schlaf leidet und die Konzentration nimmt ab.
Sie sind viel online? Kein Problem – wenn Sie es im Griff haben. Probieren Sie für den Anfang unsere Challenge 7 Tage Digital Detox aus:
Tag 1: Bildschirmzeit tracken
Tag 2: Push Notifications abschalten
Tag 3: Essen ohne Smartphone
Tag 4: Ein Nachmittag nur für Dich (Smartphone im Flugmodus)
Tag 5: Ein Abend ohne Social Media
Tag 6: Ein halber Tag ohne Smartphone
Tag 7: Ein ganzer Tag ohne Smartphone

Mehr Informationen und Beratung, insbesondere für Jugendliche und Eltern, unter: https://www.ins-netz-gehen.de

3. Weniger Alkohol trinken Alkohol wirkt im Körper wie ein Gift. Er kann Zellen zerstören, Organe schädigen und das Gehirn beeinträchtigen. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, erhöht sein Risiko für zahlreiche Krankheiten, zum Beispiel Erkrankungen der Leber und verschiedene Krebsarten.
Sie möchten weniger Alkohol trinken?
• Machen Sie unseren Selbsttest: Sechs Fragen sollen Ihnen dabei helfen, Ihren Umgang mit Alkohol zu überprüfen – und Sie auf mögliche Risiken und Probleme aufmerksam machen: https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol-tests/alkohol-selbsttest/
• Starten Sie in den „Dry January“: Der Verzicht auf Alkohol im ersten Monat des Jahres hilft dem Körper – das Herz-Kreislauf-System wird entlastet und die Leber kann sich von der Belastung durch Alkohol etwas erholen. https://www.kenn-dein-limit.de/aktion/

Weitere Tipps für einen reduzierten Alkoholkonsum finden Sie hier: https://www.kenn-dein-limit.de/alkoholverzicht/weniger-alkohol-trinken/

4. Mit dem Rauchen aufhören Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jährlich sterben hierzulande circa 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.
Sie planen im neuen Jahr einen Rauchstopp?
• Tipp 1: Umfeld vorbereiten: Entfernen Sie zu Hause alles, was ans Rauchen erinnert – Feuerzeuge, Aschenbecher, angebrochene Packungen. Erklären Sie alle Innenräume konsequent zu rauchfreien Zonen.
• Tipp 2: Unterstützung suchen: Ein Rauchstopp fällt deutlich leichter, wenn Sie ihn nicht allein schaffen müssen. Außerdem lohnt ein Blick in die rauchfrei-Community auf unserem Online-Portal https://www.rauchfrei-info.de. Dort engagieren sich erfolgreiche Ex-Rauchende als „rauchfrei-Lotsen und -Lotsinnen“ und unterstützen Sie beim Rauchstopp.
• Tipp 3: Rauchmuster erkennen: Machen Sie sich bewusst, in welchen Momenten Sie zur Zigarette greifen. So finden Sie passende Alternativen, die Sie künftig genau in diesen Situationen unterstützen. Zum Beispiel können eine Tasse Tee oder eine Entspannungsübung die „Pausenzigarette“ ersetzen.



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.