Kinderarztpraxis.
Dipl. Med. Sabine Pohlentz
Winsstraße 34
10405 Berlin

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(Ultraschallsprechstunde für Säuglinge – keine reguläre Sprechstunde, nur Ultraschallsprechstunde für Terminpatienten)

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Freitag:
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Behandlung erfolgt ausschließlich mit Termin!


News

Unverzichtbarer Beitrag internationaler Fachkräfte

Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt nehmen die wahlprogrammatischen Aussagen, die sich gegen eine Tätigkeit ausländischer Fachkräfte richten, mit großer Sorge zur Kenntnis. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl im September weisen beide Körperschaften darauf hin, dass die medizinische Versorgung in Sachsen-Anhalt bereits heute in hohem Maße von qualifizierten Ärztinnen, Ärzten und anderen Gesundheitsfachkräften aus dem Ausland abhängt. Der Anteil ausländischer Ärztinnen und Ärzte unter den berufstätigen Ärztinnen und Ärzten beträgt 18,55 Prozent.  Unverzichtbarer Beitrag internationaler Fachkräfte In vielen Regionen des Landes – insbesondere auch im ländlichen Raum – wäre eine flächendeckende Versorgung ohne ausländische Kolleginnen und Kollegen nicht mehr sicherzustellen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, Praxen offen zu halten, Klinikstandorte zu stabilisieren und Wartezeiten für Patientinnen und Patienten zu begrenzen. 
Aussagen, die die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte pauschal infrage stellen oder erheblich einschränken wollen, stehen im klaren Widerspruch zur Realität der Versorgungssituation in Sachsen-Anhalt. Gefährdung der Versorgungssicherheit Sollten politische Entscheidungen künftig die Anerkennung ausländischer Abschlüsse erschweren, die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte begrenzen oder ein gesellschaftliches Klima schaffen, das internationale Kolleginnen und Kollegen abschreckt, hätte dies absehbare und unmittelbare Folgen: 

  • längere Wartezeiten in Praxen und Kliniken 
  • Schließungen oder Einschränkungen medizinischer Einrichtungen 
  • zusätzliche Belastung für das bereits stark beanspruchte Personal 
  • eine Verschärfung des ohnehin dramatischen Nachwuchsmangels 
Beide Körperschaften betonen, dass die Sicherstellung der Versorgung eine gesetzliche Aufgabe ist – und dass diese Aufgabe ohne internationale Fachkräfte nicht erfüllbar wäre. Für ein offenes, sicheres und attraktives Arbeitsumfeld Ärztekammer und KV Sachsen-Anhalt sprechen sich klar für ein Arbeitsumfeld aus, das qualifizierte Fachkräfte – unabhängig von Herkunft oder Nationalität – willkommen heißt. Dazu gehören transparente Anerkennungsverfahren, integrationsfreundliche Rahmenbedingungen und ein gesellschaftliches Klima, das Respekt und Wertschätzung vermittelt. Appell an die politische Verantwortung  Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahl appellieren beide Körperschaften an alle politischen Akteure, die medizinische Versorgung im Land nicht durch restriktive oder abschreckende Maßnahmen zu gefährden. Die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt ist auf eine stabile, moderne und international geprägte Gesundheitsversorgung angewiesen. Gemeinsame Pressemitteilung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt

Sonnenschutz-Faktencheck im Hautkrebsmonat Mai

Tipps für angeblich gesunde Bräune, UV-Schutz durch bestimmte Lebensmittel oder Sonnenbrand-Tattoos als Social-Media-Trend: Im Netz kursieren zahlreiche Empfehlungen rund um Sonne und Bräune – viele davon sind unseriös gefährlich. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) klären anlässlich des Hautkrebsmonats Mai über solche Falschinformationen auf und setzen auf wissenschaftlich fundierte Fakten. Denn: Konsequenter UV-Schutz beugt Hautkrebs wirksam vor.

„Über 355.000 neue Hautkrebsfälle pro Jahr – diese hohe Zahl zeigt, wie groß die gesundheitliche Belastung ist. Und sie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe. „Auch wenn die Sterblichkeit im Vergleich zu anderen Krebsarten geringer ist, bleibt Hautkrebs eine sehr ernstzunehmende Erkrankung. Umso wichtiger ist eine klare, faktenbasierte Aufklärung über wirksamen UV‑Schutz – damit Hautkrebs gar nicht erst entsteht.“

Sonnenschutz-Mythen und Trends im Check:

Braune Haut ist gesund. Falsch! Leider wird gebräunte Haut vielfach immer noch mit einem „gesunden“ Aussehen gleichgesetzt. Richtig ist, dass jede sichtbare Bräunung bereits ein Hinweis auf UV-bedingte Hautschäden ist. Bräune ist nichts anderes als ein begrenzt wirksamer Schutzmechanismus der Haut: Sie bildet das Pigment Melanin, um das Erbgut der Hautzellen vor weiterer UV-Strahlung zu schützen.

Sonnenbrand-Tattoos – harmlos und schön. Influencer in den sozialen Medien machen es vor und insbesondere junge Menschen machen es nach: Sie decken beim Sonnenbaden bestimmte Hautpartien ab, sodass nach dem Sonnenbrand helle Muster entstehen. Diese Sonnenbrand-„Tattoos“ mögen dekorativ wirken, sind aber vor allem gefährlich und ein deutliches Warnsignal für eine massive UV-Belastung. Jeder Sonnenbrand verursacht erhebliche Schäden an der DNA der Hautzellen – besonders in der Kindheit und Jugend – und erhöht langfristig das Risiko für Hautkrebs.

Sonnencreme ist als alleiniger UV-Schutz ausreichend. Falsch! Sonnenschutzmittel verzögern zwar schmerzhaften Sonnenbrand, blocken die UV-Strahlen aber nicht vollständig ab. Daher gilt: Am besten am UV-Index (UVI) orientieren – der über viele Wetter-Apps verfügbar ist – und mehrere Schutzmaßnahmen kombinieren. Zuallererst Schatten suchen, Kleidung und Kopfbedeckung tragen, Sonnenbrille aufsetzen und abschließend unbedeckte Haut eincremen.

Gezielte Ernährung ersetzt Sonnenschutz. Falsch! Tomaten, Karotten oder Beeren, Nüsse, Lachs und grüner Tee enthalten zwar Stoffe, wie beispielsweise Beta-Carotin, die die Haut gegen negative Wirkungen von UV-Strahlen unterstützen können. Als alleiniger Schutz reichen sie jedoch nicht aus. Richtiger UV-Schutz basiert immer auf drei Säulen: meiden, kleiden, cremen.

Sonnenbrillen erhöhen die Sonnenbrandgefahr. Im vergangenen Jahr kursierte die Falschinformation, dass das Tragen einer Sonnenbrille die körpereigene Melaninproduktion reduziert, und damit die Sonnenbrandgefahr erhöht. Dies ist eindeutig falsch. Melanin wird überwiegend in der Haut gebildet und schützt zudem nur begrenzt vor Sonnenbrand. Richtig ist: Sonnenbrillen mit der Kennzeichnung UV 400 oder DIN EN ISO 12312‑1 schützen die Augen zuverlässig vor UV‑Schäden – etwa vor Hornhautentzündungen, Grauem Star oder sogar bestimmten Krebsarten am Auge. Daher am besten immer eine Sonnenbrille in der Tasche haben und sie an sonnigen Tagen tragen!

Intensives Sonnenbaden gut gegen Vitamin-D-Mangel. Falsch! Für die Vitamin-D-Produktion reichen bereits kurze Sonnenpausen aus: Laut Robert Koch-Institut genügt es zwischen März und Oktober, zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme wenige Minuten ungeschützt der Sonne auszusetzen. Längere Aufenthalte in der prallen Sonne bringen keinen zusätzlichen Nutzen – es erhöht lediglich das Hautkrebsrisiko.

Richtiger UV-Schutz – so geht’s! Wenn Sie in die Sonne gehen, achten Sie auf ausreichenden Schutz durch Schatten, Kleidung und Sonnencreme. Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und eine Kopfbedeckung. Meiden Sie, insbesondere im Sommer, die Mittagssonne und schützen Sie Ihre Kinder. Gehen Sie nicht ins Solarium.

Über Hautkrebs – Neuerkrankungen in Deutschland In Deutschland werden 2026 über 355.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs prognostiziert. Hautkrebs ist damit bundesweit die häufigste Krebserkrankung. Die meisten Menschen erkranken am weißen oder hellen Hautkrebs, dazu gehören das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Diese beiden Hautkrebsarten müssen behandelt werden, aber sie bilden nur selten Tochtergeschwülste und sind daher weniger bedrohlich. Rund 41.700 Menschen sind allerdings vom malignen Melanom betroffen. Er ist besonders gefährlich, weil er Metastasen bilden kann und potenziell tödlich ist. Laut Statistischen Bundesamts starben im Jahr 2023 etwa 4.500 Menschen an einer Hautkrebserkrankung.


Quelle der Hautkrebsneuerkrankungen: Institut für Krebsepidemiologie e.V., Prognose für 2026 und Zahlen zu Hautkrebs in Deutschland, veröffentlicht im April 2026.

Aktuelle Hantavirus-Fälle

Wie durch die aktuelle Medienberichterstattung bekannt wurde, kam es zuletzt im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ zu mehreren Hantavirus-Infektionen und Todesfällen. Eine Kontaktperson wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach Deutschland gebracht und wird vorsorglich medizinisch untersucht. Nach den derzeit öffentlich verfügbaren Informationen schätzen internationale Gesundheitsbehörden das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa als sehr gering ein. Zwei Forschende der Medizinischen Fakultät ordnen die aktuellen Hantavirus-Fälle ein.

„Wichtig ist, den aktuellen Fall sachlich einzuordnen und zwischen verschiedenen Hantaviren zu unterscheiden“, sagt Dr. Roland Schwarzer, Virologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. „Hantaviren sind keine Coronaviren und verbreiten sich grundsätzlich anders als SARS-CoV-2. Die meisten Hantaviren werden nicht effizient von Mensch zu Mensch übertragen, sondern gelangen typischerweise über infizierte Nagetiere auf den Menschen.“

So kann man sich infizieren Hantaviren sind zoonotische Viren, deren natürliche Reservoirwirte Nagetiere und andere kleine Säugetiere sind. Menschen infizieren sich meist durch Kontakt mit virushaltigen Ausscheidungen infizierter Tiere, insbesondere wenn kontaminierter Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Solche Situationen können zum Beispiel beim Reinigen von Kellern, Schuppen, Garagen, Gartenhäusern oder anderen schlecht belüfteten Räumen mit Nagetierbefall entstehen.

Andes-Typ im aktuellen Fall Eine Sonderstellung nimmt das Andesvirus ein, das nach derzeitigen Angaben im aktuellen Ausbruch nachgewiesen wurde. Für dieses Hantavirus sind seltene Mensch-zu-Mensch-Übertragungen nach engem Kontakt beschrieben. „Das bedeutet aber nicht, dass Hantaviren generell wie SARS-CoV-2 übertragen werden“, betont Dr. Hannah S. Schwarzer-Sperber, ebenfalls Hantavirusforscherin an der Medizinischen Fakultät. „Für die allgemeine Bevölkerung ist das Risiko nach Einschätzung von WHO und ECDC derzeit sehr gering. Für enge Kontaktpersonen gelten hingegen die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.“

Hantaviren in Deutschland Auch in Deutschland kommen Hantaviren vor, vor allem Puumala- und Dobrava-Belgrad-Viren. Diese können Erkrankungen verursachen, häufig mit Fieber, Kopf-, Rücken-, Muskel- oder Bauchschmerzen und teilweise mit Nierenbeteiligung. Ein großer Teil der Infektionen verläuft jedoch symptomlos oder mit unspezifischen Beschwerden. Für die in Deutschland vorkommenden Hantaviren ist keine relevante Mensch-zu-Mensch-Übertragung bekannt.

Diese Symptome können auftreten Die Symptome hängen vom jeweiligen Hantavirus ab. In Deutschland stehen meist fieberhafte Erkrankungen mit Kopf-, Muskel-, Rücken- oder Bauchschmerzen im Vordergrund; auch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall können auftreten. In manchen Fällen kommt es zu einer Beteiligung der Nieren. Bei bestimmten amerikanischen Hantaviren können sich schwere Lungenerkrankungen entwickeln. Die Beschwerden sind anfangs oft unspezifisch, weshalb die Vorgeschichte wichtig ist: Gab es Kontakt zu Nagetieren, deren Ausscheidungen oder Aufenthalt in Räumen mit möglichem Mäusebefall?

Die Inkubationszeit beträgt meist etwa zwei bis vier Wochen, kann aber in Einzelfällen auch kürzer oder deutlich länger sein. Eine Diagnose wird nicht allein anhand der Symptome gestellt, sondern durch ärztliche Einschätzung und Labordiagnostik.

Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es „Eine spezifische, allgemein etablierte antivirale Standardtherapie gegen Hantavirus-Infektionen steht derzeit nicht zur Verfügung“, erklärt Dr. Schwarzer. „Die Behandlung ist vor allem unterstützend und richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Dazu gehören engmaschige Überwachung, Flüssigkeits- und Kreislaufmanagement, Behandlung von Nieren- oder Lungenkomplikationen und bei schweren Verläufen intensivmedizinische Versorgung.“

So kann man sich schützen In Deutschland zielen Schutzmaßnahmen vor allem darauf ab, Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen zu vermeiden. „Räume mit möglichem Mäusebefall sollten nicht trocken ausgefegt oder abgesaugt werden, weil dadurch kontaminierter Staub aufgewirbelt werden kann. Stattdessen sollte man gut lüften, betroffene Bereiche anfeuchten, Handschuhe tragen, Staubentwicklung vermeiden und Ausscheidungen oder tote Nagetiere sicher entfernen,“ rät Dr. Schwarzer-Sperber. Lebensmittel sollten nagetiersicher gelagert und mögliche Zugänge für Nagetiere verschlossen werden.

Beim Andesvirus, bei dem seltene Mensch-zu-Mensch-Übertragungen beschrieben wurden, gelten in einem konkreten Kontakt- oder Ausbruchskontext zusätzlich die üblichen infektionshygienischen Vorsichtsmaßnahmen: engen ungeschützten Kontakt zu Erkrankten vermeiden, gute Händehygiene einhalten, Kontakt zu Körperflüssigkeiten vermeiden und bei möglicher enger Exposition die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden befolgen.

Hantavirus-Forschung in Essen Am universitätsmedizinischen Standort Essen untersuchen die Arbeitsgruppen von Dr. Hannah S. Schwarzer-Sperber und Dr. Roland Schwarzer, wie Hantaviren menschliche Zellen infizieren und welche Veränderungen sie dort auslösen. In zwei aktuellen Arbeiten konnten die Forschenden zeigen, wie das in Europa relevante Puumala-Virus zelluläre Strukturen wie RNA-verarbeitende P-Bodies und das Zytoskelett verändert. Zugleich konnten sie standardisierte Verfahren für die Herstellung, den Nachweis und die Testung antiviraler Wirkstoffe gegen Orthohantaviren etablieren.

Diese Forschung entsteht in enger Zusammenarbeit mit weiteren Arbeitsgruppen, darunter die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Kathrin Sutter an der Medizinischen Fakultät. Ziel ist es, die Biologie dieser Viren besser zu verstehen und langfristig Grundlagen für verbesserte Diagnostik, Risikobewertung und antivirale Strategien zu schaffen.

Zusammenfassende Experteneinschätzung Hantaviren können schwere Erkrankungen verursachen, sind aber nicht mit SARS-CoV-2 gleichzusetzen. Für die in Deutschland vorkommenden Hantaviren steht der Kontakt zu infizierten Nagetieren und deren Ausscheidungen im Vordergrund; eine relevante Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist hier nicht bekannt. Das Andesvirus ist eine wichtige Ausnahme, bei der seltene Übertragungen nach engem Kontakt beschrieben wurden. Nach Einschätzung internationaler Gesundheitsbehörden ist das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa im aktuellen Zusammenhang sehr gering.

Schlaganfall: 80 Prozent leiden unter unsichtbaren Folgen

Viele Menschen verbinden einen Schlaganfall mit körperlichen Beeinträchtigungen. Doch die häufigsten Folgen sind Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Sprachstörungen, Planungsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen wie Reizbarkeit oder Depression und schnelle Erschöpfung. Fachleute gehen davon aus, dass vier von fünf Schlaganfall-Betroffenen unter neuropsychologischen Störungen leiden. Darauf macht die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zum bundesweiten "Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai aufmerksam.

Befragung unterstreicht die Herausforderungen

Eine Erhebung der Deutschen Schlaganfall-Hilfe unterstreicht die Herausforderungen für die Betroffenen. Sie befragte 1.000 Patientinnen und Patienten in der häuslichen Nachsorge. 55 Prozent von ihnen gaben an, seit dem Schlaganfall unter Konzentrations- und Gedächtnisstörungen zu leiden. 28 Prozent hatten Probleme mit der Sprache oder dem Lesen. Solche Aphasien - Sprach- und Sprachverständnisstörungen - machen es Betroffenen besonders schwer, sich im Alltag zu verständigen.

Unsichtbar - und oft missverstanden

Für Außenstehende bleiben diese Veränderungen oft verborgen - mit schwerwiegenden Folgen für Beruf, Familie und soziale Teilhabe. Die Betroffenen wirken gesund, deshalb reagiert ihr Umfeld mit Unverständnis. Ständig müssen sie sich neu erklären, eine besondere Herausforderung für die Betroffenen. "Unsichtbare Folgen werden oft unterschätzt", sagt Dr. Michael Brinkmeier, Vorstand der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. "Wir wollen Verständnis für die Betroffenen schaffen und aufklären, wie man ihnen helfen kann."

Erholung ist möglich - auch langfristig

Gleichzeitig macht die Stiftung Mut: Erfolge brauchen Zeit, die Rehabilitation endet nicht nach wenigen Monaten. "Auch wenn es sich zu Beginn oft anders anfühlt: Vieles verbessert sich über Jahre hinweg, ohne dass Betroffene die Fortschritte sofort bemerken," erklärt die Neuropsychologin Dr. Caroline Kuhn. "Wichtig sind gezieltes Training, aber genauso konsequente Pausen zur Erholung." Das Gehirn bleibt ein Leben lang anpassungsfähig - diese sogenannte Neuroplastizität eröffnet Chancen für Fortschritte selbst Jahre nach dem Ereignis.

Therapie-Tipps für Betroffene

  • Ambulante Neuropsychologie, Ergotherapie und Sprachtherapie (Logopädie) in Anspruch nehmen
  • Eigentraining mit spezifischen Apps
  • In kurzen Einheiten trainieren (20 - 30 Minuten) und regelmäßige Pausen einplanen
  • Feste Tagesstrukturen beim Training und Ablenkungen reduzieren
  • Hilfsmittel wie Checklisten oder Erinnerungsfunktion des Handys nutzen
Tipps für Angehörige
  • offen, aber ohne Vorwürfe kommunizieren
  • konkrete Beobachtungen schildern statt zu bewerten
  • Betroffene nicht überfordern
  • emotionale Veränderungen nicht persönlich nehmen
  • Geduld haben
Hintergrund: Schlaganfall in Deutschland
  • Rund 270.000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall.
  • Dank besserer Akutversorgung überleben immer mehr Betroffene.
  • Die langfristigen Folgen rücken zunehmend in den Fokus.
Der "Tag gegen den Schlaganfall"

Gemeinsam mit dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog rief die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe 1999 erstmals den bundesweiten "Tag gegen den Schlaganfall" aus. Seither veranstalten Kliniken, Praxen, Ärzte und Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland rund um den 10. Mai zahlreiche Aktionen zur Aufklärung über den Schlaganfall.



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.