Donnerstag:
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14:00 - 15:00 Uhr
(Ultraschallsprechstunde für Säuglinge – keine reguläre Sprechstunde, nur Ultraschallsprechstunde für Terminpatienten)
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Freitag:
08:00 - 12:00 Uhr
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News
Gegen die Informationsflut
Die koronare Herzkrankheit (KHK) zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die gute Nachricht: Menschen mit KHK können selbst viel dazu beitragen, dass die Behandlung möglichst erfolgreich verläuft - unter anderem durch eine gesunde Ernährung. Doch was bedeutet das konkret? Zwischen Ernährungstrends, Diäten und widersprüchlichen Tipps fällt Orientierung oft schwer. Die Stiftung Gesundheitswissen bietet ein wissenschaftlich geprüftes Informationsangebot zur herzgesunden Ernährung, das verständlich erklärt, worauf es wirklich ankommt.
Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine chronische Erkrankung, bei der sich die Herzkranzgefäße verengen und der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Unbehandelt kann dies zu Brustschmerzen (Angina Pectoris) und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen. Neben der medikamentösen Therapie spielt ein gesunder Lebensstil eine zentrale Rolle - dazu gehört auch eine herzgesunde Ernährung. Sie kann die Blutfettwerte und den Blutdruck positiv beeinflussen, beim Abnehmen unterstützen und das Risiko für Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 senken. Eine gute Lebensqualität zu erhalten, ist ein wichtiger Bestandteil der KHK-Behandlung. Im Praxisalltag bleibt jedoch oft wenig Zeit für eine ausführliche Ernährungsberatung. Genau hier setzt die Stiftung Gesundheitswissen an: Mit wissenschaftlich fundierten und verständlich aufbereiteten Informationen unterstützt sie Patienten dabei, informierte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.
Wissenschaftlich belegte Stellschrauben für das Herz
Bestimmte Lebensmittel können das Fortschreiten der KHK begünstigen. Entscheidend ist dabei weniger eine kurzfristige Diät als vielmehr eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Wissenschaftliche Studien zeigen, welche Maßnahmen das Herz nachweislich unterstützen können:
Bewusste Auswahl: Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte bevorzugen sowie täglich zwei bis drei Portionen Obst und Gemüse und zweimal pro Woche Fisch einplanen.
Gute Fette wählen: Gesättigte Fettsäuren aus tierischen Produkten wie Butter, Käse oder Fleisch möglichst durch ungesättigte Fettsäuren ersetzen - z. B. aus Pflanzenölen, Nüssen oder fettem Fisch. Auf gehärtete Fette, etwa in industriell hergestellten Backwaren, sollte verzichtet werden.
Salz reduzieren: Nicht mehr als fünf Gramm Salz pro Tag - ein einfacher Schritt mit großer Wirkung auf den Blutdruck und die Gefäße.
Zucker einschränken: Süßigkeiten sowie zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte möglichst meiden.
Schritt für Schritt zu einer herzgesunden Ernährung
Eine abrupte Ernährungsumstellung fällt vielen Menschen schwer und kann schnell entmutigen. Dabei kann es hilfreich sein, neue Gewohnheiten schrittweise in den Alltag zu integrieren.
Wer sich bewusst auch gelegentlich sein Lieblingsgericht gönnt oder nach gesünderen Alternativen sucht, bleibt leichter motiviert - und erhöht die Chancen auf eine dauerhafte Umstellung.
Hessische Ärzteschaft warnt vor unerlaubten Botox-Behandlungen
Botulinumtoxin A (Botox) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und kann zu Nebenwirkungen führen, beispielsweise zu Muskellähmungen oder Schluckstörungen. Injektionen mit Botox gelten daher als medizinische Eingriffe, nicht als reine Kosmetik. Aus diesem Grund dürfen in Deutschland nur approbierte Ärztinnen und Ärzte sowie unter bestimmten Bedingungen im Mund-Kiefer-Bereich auch Zahnärztinnen und Zahnärzte Botox-Injektionen verabreichen. Im Gegensatz dazu dürfen dies weder Heilpraktikterinnen und -praktiker noch Kosmetikerinnen und Kosmetiker. Zudem ist es Ärztinnen und Ärzten nicht gestattet, in Heilpraktikerpraxen oder Kosmetikstudios Botox zu spritzen.
Die Landesärztekammer Hessen sieht mit großer Sorge, dass dennoch immer mehr Unternehmen in verschiedenen Heilpraktikerpraxen und Kosmetikstudios Botox-Behandlungen anbieten, die außerdem oftmals von ausländischen Ärztinnen und Ärzten ohne deutsche Approbation durchgeführt werden.
Jeder dritte jüngere Mensch mit Depression nutzt KI als Psycho-Coach
Als Hauptnutzungsmotiv gibt mehr als die Hälfte (56%) der jüngeren Erkrankten an, einfach mit jemandem über Probleme bezüglich der Depression, sprechen zu wollen. 46% hoffen, damit ihre Erkrankung selbst in den Griff zu bekommen. Aufmunterung und Zuspruch suchen 41% der Erkrankten. Ähnlich viele Patienten (40%) informieren sich mithilfe von KI über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. 85% der Nutzer mit Depressionshintergrund beschreiben die Gespräche mit den KI-Chatbots als hilfreich. Die KI wird als verständnisvoll (92%) und respektvoll (89%) erlebt. 75% gingen gestärkt aus dem Gespräch heraus, zwei Drittel (65%) empfanden im Dialog mit der KI sogar so etwas wie Nähe. Die Untergruppe der KI-Nutzer, die bereits eine professionelle Psychotherapie erhalten hat, bewertet ihre Erfahrungen mit der KI zu 65% als besser oder genauso gut.
Negative Aspekte und Risiken
Nutzerinnen und Nutzer beschreiben jedoch auch negative Erfahrungen. 57% der befragten Nutzer mit Depression empfanden es als bedrückend, sich mit einem Computerprogramm zu unterhalten. Ein Befragter beschrieb dies so: Negativ sei das Gefühl gewesen, „zu wissen, dass das Gegenüber kein echtes fühlendes Wesen ist, sondern eine KI, die so programmiert wurde, dass sie Verständnis zeigt. Da ist keiner, der mich wirklich versteht.“ Grund zur Sorge ist, dass 53% nach der Nutzung verstärkt Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid hatten. Besonders bedenklich ist dies, weil 62% der Nutzer mit Depression der Meinung sind, die KI habe bei ihnen den Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten überflüssig gemacht. „KI ersetzt weder eine professionelle Diagnostik – etwa mit Laboruntersuchungen zum Ausschluss einer Schilddrüsenüberfunktion – noch stellt sie eine leitliniengerechte Behandlung dar. Die antidepressive Wirksamkeit und mögliche unerwünschte Folgen sind kaum erforscht. Die Stiftung hat deshalb aktuell einen Forschungsschwerpunkt auf diese Themen gelegt“, sagt Prof. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. „Depression ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Betroffene sollten sich unbedingt weiterhin an Hausärzte, Psychiater oder Psychologische Psychotherapeuten wenden“, so Hegerl weiter. Betroffenen, die digitale Angebote zur Unterstützung nutzen wollen, empfiehlt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe auf zugelassene Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA, „App auf Rezept“) oder das kostenfreie begleitete iFightDepression-Onlineprogramm der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zurückzugreifen. Diese haben ihre Wirksamkeit in Studien belegt und erfüllen strenge Datenschutzauflagen.
Neben den spezifischen Daten zur KI-Nutzung von Depressionspatienten liefert die Befragung auch Ergebnisse zur Allgemeinbevölkerung: Knapp zwei Drittel (65%) der jüngeren Menschen (16-39 Jahre) haben schon einmal mit einem der großen KI-Chatbots wie mit einem vertrauensvollen Freund oder einem Therapeuten über eigene psychische Probleme gesprochen. Die am häufigsten genutzten KI-Modelle waren ChatGPT (77%), Gemini (14%) und Microsoft Copilot (4%).
Informationen und Hilfe bei Depression für Betroffene und Angehörige unter:
Wissen und Adressen rund um das Thema Depression auf www.deutsche-depressionshilfe.de
Deutschlandweites Info-Telefon Depression für Betroffene und Angehörige: 0800 33 44 5 33
E-Mail-Beratung für Betroffene und Angehörige: bravetogether@deutsche-depressionshilfe.de
Online-Forum: Erfahrungsaustausch für Betroffene und Angehörige unter www.diskussionsforum-depression.de
Sozialpsychiatrische Dienste bei den Gesundheitsämtern
Beratung und Selbsthilfegruppen speziell für Angehörige www.bapk.de
Tipps und Übungen für Angehörige: www.familiencoach-depression.de
Nahrungsergänzungsmittel leisten oft weniger, als sie versprechen. Sie unterliegen keiner Zulassung oder Prüfung auf Wirksamkeit und Sicherheit. Im schlimmsten Fall können sie sogar zu gesundheitlichen Schäden führen. „Das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel, die damit werben, den Blutdruck zu senken“, warnt Prof. Dr. Markus van der Giet, Vorstand der Deutschen Hochdruckliga e. V. „Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruckerkrankungen sollten Nahrungsergänzungsmittel auf keinen Fall als Ersatz für blutdrucksenkende Medikamente einnehmen.“ Zur Vorbeugung von Bluthochdruck empfiehlt die medizinische Fachgesellschaft eine gesunde Ernährung.
Ob Kalium, Magnesium oder Multivitaminpräparate: Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln in der Hoffnung, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Historisch gesehen war die Einnahme sinnvoll, denn jahrhundertelang gab es schwere Erkrankungen, die von Vitaminmangel herrührten. Doch Krankheiten wie Rachitis oder Skorbut gehören der Vergangenheit an. Heutzutage ist der Zugang zu vitaminreichen Lebensmitteln kein Problem mehr, sodass bei einer ausgewogenen Ernährung kein Mangel entsteht. Hinzu kommt: Anders als Medikamente unterliegen Nahrungsergänzungsmittel keiner behördlichen Zulassung. Die Hersteller müssen Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit der Produkte nicht in klinischen Studien und Laboruntersuchungen nachweisen.
Medikamente bei Bluthochdruck unverzichtbar
Das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel, die eine natürliche Blutdrucksenkung versprechen. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt. Informationen zu Gegenanzeigen und möglichen Nebenwirkungen fehlen in der Regel. Manche enthalten zum Beispiel Kalium, welches in hohen Dosen zu Herzrhythmusstörungen oder Muskelschwäche führen kann. „Für uns Mediziner ist es schwer nachvollziehbar, warum manche Menschen wissenschaftlich geprüfte Blutdruckmedikamente ablehnen, aber durch den Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln bedenkenlos gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen“, sagt Prof. van der Giet. Bei Bluthochdruck sei eine wirksame Einstellung nur mit Medikamenten möglich.
Gesundheitliche Risiken statt Blutdrucksenkung
Van der Giet rät Bluthochdruckpatientinnen und -patienten nicht nur von Nahrungsergänzungs-mitteln zum Zweck der Blutdrucksenkung ab. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können den Blutdruck sogar in die Höhe treiben. Ein Beispiel sind Nährstoffe in Form von Brausetabletten, die große Mengen verstecktes Natrium enthalten können, um den Sprudeleffekt zu erzeugen. Menschen mit Bluthochdruck sollten aber weitgehend auf Salz (Natriumchlorid) verzichten. „Aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe, ungeeigneter Dosierungen und falscher Versprechungen können Nahrungsergänzungsmittel für Menschen mit Bluthochdruck und anderen Erkrankungen unwissentlich zum Problem werden. Wir Verbraucherzentralen setzen uns daher intensiv für eine transparentere Kennzeichnungspflicht und eine Meldestelle für Nebenwirkungen ein“, erklärt Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW. Einige Präparate können auch mit Medikamenten wechselwirken. Pillen mit Grapefruit-Extrakt beispielsweise, die als „natürliche Antibiotika“ angepriesen werden, verstärken die Wirkung einiger Blutdrucksenker. Wichtig ist es daher, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln den pharmakologischen Rat einzuholen.
Gesunde Ernährung als wirksame Medizin
Die Deutsche Hochdruckliga setzt sich seit Jahren für eine gesunde Ernährung ein. Sie empfiehlt zur Prävention von Bluthochdruck sowie auch zur unterstützenden Behandlung dieser Erkrankung die sogenannte Dash-Diät, eine salzarme Variante der mediterranen Kost. „Die positiven Wirkungen dieser Diät auf die Gesundheit sind wissenschaftlich gut belegt. Insgesamt gibt es zur medizinischen Wirksamkeit einer gesunden Ernährung viele solide wissenschaftliche Daten. Bereits 2009 zeigte eine große Studie, dass 78 Prozent aller Hypertonie-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil ganz verhindert werden können“, betont Prof. Dr. Ulrich Wenzel, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie am Universitätsklinikum Hamburg und ehemaliger Präsident der Deutschen Hochdruckliga [1]. Ein Vortragsvideo des Experten sowie die wichtigsten Empfehlungen zur blutdruckfreundlichen Ernährung hat die Deutsche Hochdruckliga auf ihrer Website zusammengefasst: https://www.hochdruckliga.de/betroffene/bluthochdruck-und-ernaehrung.
Originalpublikation:
[1] Forman JP, Stampfer MJ, Curhan GC. Diet and lifestyle risk factors associated with incident hypertension in women. JAMA. 2009 Jul 22;302(4):401-11. doi: 10.1001/jama.2009.1060. PMID: 19622819; PMCID: PMC2803081.
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